Seit Anfang 2018 hat der Vormundschaftsdienst EU-Mittel zur Unterstützung seiner Aufgaben erhalten. Die laufenden Projekte werden aus dem Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) finanziert und zielen darauf ab, das Vormundschaftssystem zu stärken.

Das aktuelle Projekt läuft von 2024 bis Ende 2027 und konzentriert sich auf die Verkürzung der Wartezeit für die Bestellung eines Vormunds für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), die in Belgien ankommen. In diesem Zusammenhang wurden zusätzliche angestellte Vormünder angeworben, um den bestehenden Vormünderbestand zu verstärken. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die bestehende Unterstützung für Vormünder und unbegleitete Minderjährige durch verschiedene Aktivitäten zu verbessern und zu vereinheitlichen. So wird Folgendes angestrebt: die Arbeit digitalisieren, Initiativen zur Kommunikation mit Jugendlichen, Vormündern und Partnern entwickeln, Ausbildung, sowie interne und externe Verfahren stärken.

spelZu den Initiativen, die im Rahmen der AMIF-Projekte verwirklicht wurden, gehören: die Feierlichkeiten zu 20 Jahren Vormundschaftsdienst, das Handbuch für Vormünder, die  Animationsvideos für unbegleitete Minderjährige und das Informationsblatt für ukrainische Minderjährige und ihren Kontext. Der Vormundschaftsdienst hat außerdem ein Gesellschaftsspiel für unbegleitete Minderjährige entwickelt, als ein Instrument, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ziel des Spiels ist es, die Jugendlichen auf kindgerechte und zugängliche Weise über die Rolle des Vormunds und des Vormundschaftsdienstes zu informieren und gleichzeitig ihren Erfahrungen und Vorschlägen zuzuhören.

Das Projektteam besteht aus mehreren Mitarbeitern des Vormundschaftsdienstes.

Für weitere Informationen über die Aktivitäten, das Team und die Budgets des Projekts wenden Sie sich bitte an Fleur NIELS: fleur.niels@just.fgov.be.